Jugend behält auch bei Minus 11 Grad ihre gute Laune
Das diesjährige Winterbiwak der Wildeshauser DLRG-Jugend im Harz verlangte den Teilnehmern einiges ab, denn die Temperaturen waren diesmal mit bis zu Minus elf Grad Celsius richtig "knackig". Schon beim Aufbauen der Jurte musste mit viel Mühe und Aufwand der Zeltplatz von Schnee und Eis befreit werden. Der Campingplatz "Am Bärenbache" in Hohegeiß war über mehrere Tage hinweg zu einer einzigen Eisbahn geworden und musste deshalb mit Schaufel und Hacke von den zehn DLRG-Jugendlichen zwischen 14 und 23 Jahren geräumt werden.
Mittlerweile jedoch sind die Nachwuchs-Rettungsschwimmer wahre Biwak-Künstler. "Ausgestattet mit einer Pfadfinder-Jurte, die vor zweieinhalb Jahren mit Hilfe des Volksbank-Crowdfundings beschafft wurde, und einer Kochstelle über dem Lagerfeuer ließ es sich in den Zeugnisferien gut im winterlichen Harz campen", so die Erfahrung von Teilnehmerin Luisa Spille. Lediglich die Abende und Nächte seien in der Jurte verbracht worden; tagsüber habe so einiges auf dem Programm gestanden.
So wanderte die Jugendgruppe von Torfhaus auf den Brocken, um einen Teil der Strecke mit dem Schlitten zurückzurodeln. Gerodelt wurde auch noch an den anderen Tagen - vor allem von der Jurte zum Sanitärhaus des Campingplatzes.
Auf den Spuren des Harzer Tierreichs musste die Jugendgruppe stellenweise durch 40 Zentimeter tiefen Schnee stapften. "Aber die Tour hat sich gelohnt, denn wir sind unter anderem einem Fuchs und einem Wolf begegnet", berichtet der DLRG-Ortsjugendvorsitzende Theo Petermann.
Aber nicht nur an der Oberfläche hatte der Harz einiges zu bieten; auch untertage gab es eine Menge zu entdecken. So besuchten die Jugendlichen den Rabensteiner Stollen und durften dabei erfahren, wie es einst den Kindern der Bergbaufamilien im Harz ergangen war. Nach der Erfahrung im dunklen Stollen und den langen, kalten Nächten waren alle Teilnehmer am Ende froh, nach vier Tagen wieder zu Hause in Licht und Wärme zu sein.



